Jusos fordern bessere Ausstattung hessischer Hochschulen

Der Juso-Landesvorsitzende Felix Diehl und der Sprecher der Gießener Juso-Hochschulgruppe Björn Gerlach kritisieren die Kürzungen an den hessischen Hochschulen trotz der steigenden Studierenden-Zahlen. Mit einer Verteilaktion an der Justus-Liebig-Universität machten die Jusos auf bestehende Missstände aufmerksam.

„Zum Wintersemester haben sich in Hessen über 10% mehr junge Menschen für ein Studium eingeschrieben als im Vorjahr. Wir erwarten, dass dieser begrüßenswerte Trend politisch endlich begleitet und unterstützt wird. Die Landesregierung darf die Studierenden nicht weiter im Regen stehen lassen“ fordern Felix Diehl und Björn Gerlach. Durch die Abschaffung der Wehrpflicht und den Zustrom wegen doppelter Abiturjahrgänge an die Hochschulen war die Studierendenzahl sprunghaft angestiegen.

Generell ist der Anstieg der Studierendenzahlen in Hessen aus Sicht der Jusos eine positive Entwicklung, da die Studierendenquote in Deutschland deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegt. „Zu einer Steigerung der Studierendenzahlen gehört aber auch eine Erhöhung der Mittel. Mit den 30-Millionen Euro-Kürzungen durch den Hochschulpakt verhindert die Landesregierung ein gesundes Wachstum öffentlicher Unis in Hessen“ so Diehl und Gerlach. Schon bei gleichbleibenden Studierendenzahlen wären die erheblichen Kürzungen an den Unis nicht zu kompensieren gewesen.

Kurzfristig fordern die Jusos die Rücknahme der Kürzungen durch den Hochschulpakt und die Auszahlung von Sondermitteln wegen der steigenden Studierendenzahlen. Mittelfristig ist es aus Sicht des SPD-Nachwuchses unabdingbar, dass die Bildungsausgaben deutlich angehoben werden. „Es ist eine Schande, dass das Land der Dichter und Denker bei den Bildungsausgaben auf einem der letzten Plätze in Europa steht“ kritisieren die Jusos. Zur Finanzierung von Bildungsinvestitionen fordern die Jusos sozial gerechte Umschichtungen und Mehreinnahmen. Völlig überflüssig sei zum Beispiel die Unterstützung der privaten European Business School aus Steuermitteln.

Die Jusos fordern, besonders Privilegierte für Zukunftsinvestitionen in die Pflicht zu nehmen. „Um mehr für Bildung ausgeben zu können, von der Grundschule bis zur Hochschule, ist es notwendig, dass Besserverdiener einen gerechten Beitrag leisten. Erste Schritte dahin sind die Wiedereinführung einer verfassungskonformen Vermögenssteuer und eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes“ so Diehl und Gerlach abschließend.

Juso-Stand vor der großen Mensa am 21.12.2011Die Jusos lassen sich von der schlechten Hochschulpolitik der CDU-FDP-Landesregierung nicht die Laune verderben: Neben Flyern wurden auch “Masterplätzchen” und weihnachtliche Heißgetränke an Studierende verteilt.

Urabstimmung umsonst – Universitätskommission tritt studentischen Willen mit Füßen

Gemeinsame Mitteilung der Hochschulgruppen: UniGrün, Juso Hochschulgruppe, Unsere Uni., Brennpunkt Uni, Liberale Hochschulgruppe, Piraten-Hochschulgruppe, Demokratische Linke, Die Linke.SDS

Die Hochschulgruppen an der JLU Gießen nehmen mit tiefer Bestürzung und Enttäuschung zur Kenntnis, dass die Senatskommission Studiengänge am 14.12.2011 den studentischen Antrag zur Ausklammerung von Modulnoten im Abschlusszeugnis von modularisierten Studiengängen abgelehnt hat. In einer studentischen Urabstimmung im Januar 2011 sprachen sich über 76% der an der Wahl teilnehmenden Studierenden für eine fachbereichsübergreifende Regelung aus, die festlegt, dass 1/3 aller Modulnoten, die im Laufe des Studiums erworben werden, aus der Endnotenberechnung ausgeklammert werden können. Dies ist bereits in zwei Studiengängen möglich.

Trotz des großen Entgegenkommens seitens der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung bei der Ausarbeitung einer allgemeingültigen Regelung, der laut Aussage der Rechtsabteilung keine juristischen Argumente entgegen stehen, sprach sich die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder der Senatskommission, in der u.a. ProfessorInnen, StudiendekanInnen, die erste Vize-Präsidentin und studentische VertreterInnen sitzen, wegen vermeintlich zu hohem Arbeitsaufwand gegen den gesamten Entwurf aus. Nur die studentischen Mitglieder, die eine Minderheit in diesem Gremium bilden, stimmten für den Entwurf. Damit kann der Antrag auf absehbare Zeit nicht mehr im Senat behandelt werden.

„Wieder einmal wurde der Wille der Studierenden, die über 90% der Mitglieder an der Universität ausmachen, gänzlich ignoriert. Mit dieser Entscheidung zeigt sich zum wiederholten Mal, dass offenbar kein Interesse besteht, die Versprechungen, die in der Vergangenheit gegenüber den Studierenden geäußert wurden, in die Tat umzusetzen.“ so Daniel Holzhacker, studentischer Vertreter in der Senatskommission. Während des Bildungsstreiks 2009 zeigten sowohl große Teile der ProfessorInnenschaft als auch das Präsidium Bereitschaft, die Prüfungsbelastungen der Studierenden zu reduzieren. Die Umsetzung der Urabstimmung wäre hierbei ein großer Schritt gewesen. Stattdessen wurden Reformprozesse in den einzelnen Fachbereichen, die zu einer Entlastung der Studierenden geführt hätten, durch die Ablehnung auf höchster Ebene blockiert.

Die hochschulpolitischen Listen erkennen an, dass die Fachbereiche im Nachgang des Streiks den Studierenden z.T. entgegengekommen sind, indem Prüfungsformen flexibilisiert wurden. Ein wirklicher Reformprozess, der der Verschulung von Studiengängen und übermäßiger Prüfungsbelastung entgegensteht, ist zu unserem Bedauern nicht eingetreten.

In diesem Zusammenhang klingt die Äußerung der Vize-Präsidentin, dass die einzelnen Fachbereiche auf freiwilliger Basis, in einem frei zu wählenden Zeitraum überprüfen sollen, ob diese in ihren Studiengängen mehr Module ohne Noten und lediglich mit „bestanden“ bewerten können, wie eine Verhöhnung der Studierendenschaft. Der Hinweis der studentischen Mitglieder, dass eine solche Regelung den Studierenden keine Wahlmöglichkeit bezüglich der in die Endnote eingehenden Module eröffnet, wurde ignoriert. Die aktuelle universitätsinterne Zulassungsbeschränkung mit der Note 2,6 zu Masterstudiengängen macht es vielen Bachelor-AbsolventInnen unmöglich, einen Master in Gießen abzulegen.

Trotz dieses niederschlagenden Ergebnisses werden sich unsere Hochschulgruppen weiterhin für die Verbesserung der Studienbedingungen einsetzen und auch die Modulausklammerung nicht als gescheitertes Projekt ansehen.

Sitzung des Studierendenparlaments am 15.12.2011

Am heutigen Donnerstag, den 15.12.2011, um 20 Uhr tagt das 50. Studierendenparlament zum siebten Mal und Versammlungsort ist wie sonst auch der StuPa-Raum im AStA-Gebäude links neben der großen Mensa. Interessierte sind wie immer herzlich willkommen, auch wird es natürlich wieder einen Live-Stream geben bei dem sich das ganze bequem von zuhause verfolgen lässt: Stupa-Livestream

Sitzung des Studierendenparlaments am 27.10.2011

Am morgigen Donnerstag, den 27.10.2011, um 20 Uhr tagt das 50. Studierendenparlament zum fünften Mal und erstmals in diesem Semester.

Versammlungsort ist wie sonst auch der StuPa-Raum im AStA-Gebäude links neben der großen Mensa. Interessierte sind wie immer herzlich willkommen, auch wird es natürlich wieder einen Live-Stream geben bei dem sich das ganze bequem von zuhause verfolgen lässt: Stupa-Livestream

Heute (21.10.2011) um 18 Uhr Demo gegen NPD-Vortrag!

Laut dem „Bündnis gegen Rechts Gießen“ findet am heutigen Freitag ein Vortrag mit dem sächsischen NPD-Abgeordneten Arne Schimmer in der rechtsextremen Giessener Burschenschaft „Dresdensia-Rugia“ statt. Diese spielt eine wichtige Rolle bei der Personalrekrutierung der NPD und fällt seit Jahren durch rechtsextremen Referenten auf.

Wir befürworten diese Kundgebung des „Bündnis gegen Rechts Gießen“ um 18 Uhr in Gießen. Die Kundgebung wurde für die Kreuzung Großer Steinweg/Moltkestr. angeldet.

Erscheint zahlreich!

Nächstes Listentreffen – 18.10.2011

Unser nächstes Listentreffen findet kommenden Dienstag, den 18. Oktober 2011 um 19 Uhr im SPD-Parteihaus (Grünberger Str. 140, 35394 Gießen) statt.

Interessierte – ob Ersti oder höheres Semester – sind wie immer herzlich willkommen und dazu eingeladen einfach mal unverbindlich vorbeizuschauen!

Bis dahin! Wir freuen uns auf Euch!

www.modularisiert.de

Prüfungsdruck…? Unklare Anwesenheitsregelungen…? Keine Ahnung wie der eigene Studienverlauf zeitgerecht gestaltet werden kann?

Sind Euch diese oder ähnliche Fragen rund um Euer Studium auch schon einmal durch den Kopf gegangen und habt Ihr bisher noch nicht die richtige Antwort darauf gefunden?

Dann empfehlen wir Euch, schaut vorbei auf der Seite des AStA-Referats für “Studium und Lehre”: www.modularisiert.de

Gemeinsam gegen Nazis, Nazi-Aufmarsch verhindern!

Kommenden Samstag, den 16. Juli 2011 wird in Gießen ein Nazi-Aufmarsch stattfinden, den es zu verhindern gilt! Dazu haben sich in Gießen zwei Bündnisse gegründet, die einen überwältigenden, breiten gesellschaftlichen Zuspruch gefunden haben und denen neben der Juso Hochschulgruppe Gießen auch viele weitere Juso- und SPD-Gliederungen angehören.

Die Jusos Gießen werden mit Unterstützung der Juso Hochschulgruppe Gießen dabei am Samstag aktiv an beiden Bündnissen teilnehmen, indem wir zum einen im Rahmen des Bündnisses ‘Gießen bleibt bunt – Gemeinsam gegen Nazis’ in der Innenstadt mit einen Stand mit dem Motto ‘Nazis wegkegeln’ präsent sein werden und uns zum anderen im Rahmen des Bündnisses ‘Gießen bleibt Nazifrei‘ an der Gegendemonstration beteiligen.

Ebenfalls wird auch der von uns mitgetragene AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einem Stand vertreten sein. Zudem informiert der AStA bereits im Rahmen einer Infoveranstaltung am kommenden Donnerstag, den 14.07.2010 um 14.00 Uhr im StuPa-Raum (im AStA-Gebäude, links neben der großen Mensa) über den Nazi-Aufmarsch!

Bei allen Anti-Nazi-Aktionen freuen wir uns über soviele UnterstützerInnen wie möglich und hoffen trotz der Klausurenphase auch besonders viele Studierende anzutreffen!

+++ Umzug auf neuen Server abgeschlossen – Homepage wieder verfügbar +++ Jusos wieder im AStA vertreten +++

Nach einer langen Durststrecke von über drei Monaten zeitweiliger Unerreichbarkeit und sogar durchgehend fehlenden Administrator-Rechten freuen wir uns nach dem soeben abgeschlossenen Umzug unserer Homepage von den Servern des Hochschulrechenzentrums zu einem privaten Anbieter nun endlich sämtliche technischen Probleme behoben zu haben und ab sofort wieder regelmäßig von unserer Online-Präsenz aus berichten zu können.

Des Weiteren können wir – wenn nun mittlerweile auch mit drei Wochen Verspätung – an dieser Stelle verkünden, dass wir seit der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments am 07. Juni 2011 wieder im AStA der JLU Gießen vertreten sind. Die offizielle Pressemitteilung des AStA dazu findet ihr hier.

Als Arbeitsgrundlage dient der neuen Koaltion – bestehend aus Uni Grün, der Piraten-Hochschulgruppe, Brennpunkt Uni, Linke.SDS und natürlich uns – folgender Koalitionsvertrag: Hier downloaden!

Wir sind mit folgendem Personal im neuen AStA vertreten:

Jana Steckbauer (Referentin für Studium und Lehre)
Veronika Becker (Referentin für Studium und Lehre)
Adalet Anil Kilinc (Sachbearbeiterin für Studium und Lehre)
Tobias Gniza (Referent für Hochschulpolitik / Scherpunkt Antifaschistische Bildungsarbeit)
Michael Schröder (Referent für Ökologie)
Andreas Schaper (Referent für Wohnen und Soziales)
Sandra Kontny (Sachbearbeiterin für Wohnen und Soziales)
Björn Gerlach (Referent für Öffentlichkeit & Koordination)

Die nächste Sitzung des Studierendenparlaments findet bereits am heutigen Donnerstag, den 30. Juni 2011 in den Räumen des Jürgen-Dietz-Hauses in der Otto-Behagel-Str. 25 D um 20 Uhr statt. Wie immer ist diese öffentlich und alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Auch wird es wie jedes Mal wieder einen Live-Stream geben.

 

„Landesgartenschau studierendenfreundlich gestalten“ – Juso-HSG begrüßt klare Positionierung des Studierendenparlaments

„Wir freuen uns, dass sich die Mehrheit des Studierendenparlaments unserer klaren Position die Landesgartenschau studierendenfreundlich zu gestalten angeschlossen hat. Wir hoffen, dass nun die Jamaika-Koalition endlich die Interessen der größten Bevölkerungsgruppe in der Stadt berücksichtigt“, kommentierte der Sprecher der Juso-Hochschulgruppe Patrick Krug die jüngste Entscheidung des Studierendenparlaments der JLU. Dieses hat am vergangenen Donnerstag mit großer Mehrheit eine Resolution an das Stadtparlament beschlossen. Darin fordern die Studierendenvertreter unter anderem die Landesgartenschau an strikten ökologischen Maßstäben auszurichten, den freien Eintritt von Studierenden zur Wieseckaue zu garantieren, Infrastruktur und Stadtbild nachhaltig zu verbessern sowie Aufträge nur an Unternehmen aus der Region zu vergeben welche Tariflöhne zahlten, anstatt „die externe Dumpinglohn-Wirtschaft zu subventionieren“.  Ausgearbeitet wurde die Resolution durch einen runden Tisch, welcher auf Initiative der Jusos eingerichtet wurde und an dem Vertreter fast aller Listen teilgenommen haben.

„Nachdem nun das Studierendenparlament endlich eine klare Position zur Landesgartenschau gefunden hat, ist es Aufgabe des AStA diese nun auch offensiv innerhalb der Studierendenschaft zu kommunizieren und sich gegenüber der Stadt Gießen für die Umsetzung der Forderungen stark zu machen“, erläuterte Krug die Erwartungen der Jusos an den AStA. Gerade die Frage ob Studierende weiterhin kostenlos die Gießener Naherholungsgebiete wie die Wieseckaue nutzen könnten oder ob die Vorstellung der GRÜNEN Realität würden und Studierende „zur Kasse gebeten werden“ sei von großer Bedeutung. „Das ist ein Thema, was die Studierenden direkt betrifft und wo es sicherlich möglich ist eine große Unterstützung für die Forderung des Studierendenparlaments zu gewinnen“, so Krug abschließend.