Unser Wahlprogramm für die Wahlen zum 58. Studierendenparlament 2019

 

Unser Wahlprogramm für die kommenden Wahlen zum 58. Studierendenparlament 2019 könnt ihr hier als PDF-Datei mit Inhaltsverzeichnis downloaden.

 

Unser Wahlprogramm für die Wahlen zum 58. Studierendenparlament 2019

Wir Jusos sind die älteste, personenstärkste und erfahrenste Hochschulgruppe an der JLU Gießen und verstehen uns als sozialer, offener, feministischer, antifaschistischer und nachhaltiger Studierendenverband. Bereits seit 1969 setzen wir uns für eure studentischen Interessen im Studierendenparlament, dem Allgemeinen Studierenden Ausschuss, den Fachbereichen und im Senat der JLU ein.  

Wir kämpfen täglich für eine Verbesserung eurer Studienbedingungen, einen freien und unentgeltlichen Bildungszugang, mehr studentischen Wohnraum, Gleichberechtigung in der Wissenschaft und Lehre sowie größere soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit im universitären Leben. 

Unsere Arbeit und Erfolge

In der zurückliegenden Legislaturperiode sowie in der Vergangenheit konnten wir für euch viele grundlegende Verbesserungen umsetzen: 

  • Kostenloser Lastenfahrradverleih
  • Verbesserung der Lebensbedingungen in den Wohnheimen
    • Ab 2020 unbegrenztes Internet & WLAN
    • Foodsharing& Büchertauschregale 
    • Let´s talk about Wohnheim 
  • Notwohnraumprojekt „Gießen hat Platz“
  • Kostenlose psychologische Gruppen- und Einzeltherapie
  • Neuauflage der AStA-Party zu Semesterbeginn mit OKKID
  • Fahrradleihsystem Nextbike für 1 € pro Semester
  • Freibadflatrate für alle Gießener Freibäder für nur 2 € pro Semester
  • Theaterflatrate für alle Studierenden der JLU für 1,50 € pro Semester
  • Vergünstigungen bei den 46ers & dem FC Gießen
  • Kostenlose Rechtsberatung 
  • Solifonds – für unschuldig in Not geratene Studierende
  • Verhinderung von verschärften Anwesenheitspflichten in diversen Fachbereichen
  • Einrichtung einer Kommission zur Überwachung militärischer Forschung an der Uni

Unsere Ziele

Für die kommende Legislatur haben wir uns folgende Ziele gesetzt: 

  • Erhöhung der Fahrradfreundlichkeit in Gießen
    • Ausbau des kostenlosen Lastenfahrradverleihs
    • Ausbau der Fahrradwege & Erhöhung der Sicherheit 
    • mehr Nextbike-Verleihstationen
  • Wohnraummangel & steigende Mieten bekämpfen
    • Mindestens 1000 neue Wohnheimplätze in Gießen!
    • Erhöhung des Notwohnraums – Etablierung von „Gießen hat Platz“ 
  • Bezug eines Studierendenhauses zur kulturellen Entfaltung der Studierendenschaft
  • Soziale & ökologische Nachhaltigkeit fördern 
    • Mehrwegbecherpfandsystem einführen
    • Erhöhter Einsatz regenerativer Energien an der JLU
    • Wildblumenwiesen & Begrünung von Dächern und Fassaden 
  • Digitalisierung der JLU im Sinne der Studierenden 
    • durch verpflichtende Vorlesungsaufzeichnungen
  • Zentrale Paketstationen an allen Campusbereichen
  • Senkung des Semesterbeitrages um 50€
    • Abschaffung des Verwaltungskostenbeitrages durch das Land Hessen
  • Einführung eines Tarifvertrags für studentische Hilfskräfte und deren Einbezug in das hessische Personalvertretungsgesetz. 
  • Kampf gegen die mangelnde Finanzierung der hessischen Hochschulen und die katastrophale Bildungs- und Sparpolitik der schwarz-grünen Landesregierung
  • Eine stärkere Einbeziehung der Studierenden in die Entscheidungsgremien der JLU 

Wir sind stolz darauf, dass die elementaren Verbesserungen der letzten Jahre, wie die Freibadflatrate, das Theaterticket, das Nextbike-Fahrradverleihsystem, die Vergünstigungen bei den 46ers, der Solifonds und dieses Jahr der kostenlose Lastenfahrradverleih sowie die Verbesserung in den Wohnheimen aus unserer Ideenkiste stammen. Wir waren die treibende Kraft hinter diesen Projekten und für ihre Umsetzung hauptverantwortlich. Auch in der kommenden Legislatur möchten wir für die stetige Verbesserung eurer Studiums- und Lebensbedingungen kämpfen und hoffen auf euer Vertrauen.

 

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  1. Mobilität

 Wir wollen ein einfach zugängliches Verbindungsnetz für Studierende schaffen. Dabei stellen wir die Aspekte Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit in den Vordergrund.  

Semesterticket 

Die Juso-HSG spricht sich für das Semesterticket in der jetzigen Form aus.  Erweiterungen, wie beispielsweise die Integration eines ICE-Tickets, werden gründlich überprüft und im Sinne der Mehrheit der Studierenden ausgebaut. Uns ist bewusst, dass dies zu Mehrkosten führen wird, weshalb wir dieses Angebot zur Abstimmung stellen wollen. 

ÖPNV 

Nicht nur das Angebot des Fernverkehrs ist ausbaubar, sondern auch das Verkehrsnetz innerhalb von Gießen. Deshalb stellen wir die folgenden Ziele und Forderungen für die Verbesserung der Mobilität auf:  

Wir fordern: 

  • Eine bessere Anbindung des Unterhofs über die Buslinie 10 und eine Expresslinie vom Bahnhof zum Phil II. 
  • Während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek in Richtung Berliner Platz und Bahnhof einen ununterbrochenen Busverkehr.
  • Eine gute Verbindung zur Universität auch am Wochenende.
  • Dynamische Fahrgastinformationsanzeigen an Rathenaustraße und Universitätsbibliothek, die in Echtzeit über die Abfahrtszeiten der Busse informieren.

Fahrradfreundliches Gießen 

Für ein umweltfreundlicheres Gießen muss Fahrradfahren innerhalb der Stadt sicherer und somit auch attraktiver gemacht werden. Die Modernisierung der bereits vorhandenen Fahrradwege und der Ausbau von neuen sollen dies ermöglichen.  

Des Weiteren werden mehr (überdachte) Fahrradständer an den Campusbereichen, den Mensen und den Studierendenwohnheimen benötigt. Für den Ausbau der Fahrradabstellmöglichkeiten werden wir uns bei der Universitätsleitung weiterhin einsetzen.  

Das Fahrradleihsystem Nextbike hat sich sowohl an der Universität als auch in der ganzen Stadt etabliert. Um der wachsenden Nachfrage des Angebots nachkommen zu können, werden wir weitere Stationen installieren. Geplant sind insbesondere neue Nextbike-Standorte an den Campi und den Wohnheimen.  

Wir haben im Studienparlament bereits erfolgreich die Anschaffung eines Lastenrades erwirkt. Mit dem Rad können schwere und große Gegenstände transportiert werden, wodurch der Autoverkehr in Gießen entlastet wird und auf kostenpflichtige Alternativen verzichtet werden kann. Sollte sich das Lastenrad bei den Studierenden hoher Beliebtheit erfreuen, werden wir weitere Exemplare anschaffen.  

Baustelle Philosophikum

Die momentane Baustellensituation zwischen Phil 1 und Phil 2 birgt, wegen eines fehlenden Fahrradweges, sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer ein Gefahrenpotenzial. Wir werden bei der Universitätsleitung darauf hinwirken einen sichereren Verkehr zwischen den beiden Campusbereichen zu gewährleisten. Dieses Ziel gilt auch für zukünftige Baustellen auf dem Universitätsgelände.  

Mitfahrgelegenheitsbörse  

Ein Großteil der Studierenden hat seinen dauerhaften Wohnsitz nicht in Gießen. Ganz nach dem Motto „Studis helfen Studis“ wollen wir deshalb eine Mitfahrgelegenheitsbörse einführen. Dort können Studierende, welche aus der gleichen Region kommen aber auch solche, die sich innerhalb Gießens bewegen in Kontakt treten und dauerhafte Fahrgemeinschaften bilden. Dies schont die Umwelt, spart Kosten und Zeit und schafft neue Kontakte unter den Studierenden. 

 

  1. Wohnen

Der Wohnraummangel stellt angesichts jährlich steigender Mieten und einer zu geringen Zahl an Wohnheimplätzen eines der zentralen Probleme der Studierenden dar. Insbesondere zum Semesterstart ist es schwierig Wohnraum zu finden, diese Lage spitzt sich mehr und mehr zu. Unserer Ansicht nach besteht sofortiger Handlungsbedarf. Daher setzen wir uns für ein bezahlbares, inklusives und sozial durchmischtes Wohnen ein. Alle Studierenden haben das Recht auf ein angemessenes Zuhause in Gießen. Wir fordern: 

  • Mehr bezahlbaren Wohnraum.
  • Eine größere und längere Bereitstellung von Notwohnraum zu Semesterbeginn – Ausbau unseres Projekts „Gießen hat Platz“.
  • Genügend barrierefreie Wohnmöglichkeiten.
  • Die Entwicklung von preiswertem Wohnraum auf dem ehemaligen Motorpol-Gelände im oberen Teil der Grünberger Straße. Begleitend muss die Infrastruktur in dem Gebiet ausgebaut werden, sodass sowohl Einkaufmöglichkeiten als auch eine gute Busanbindung gegeben sind.
  • Im Rahmen des CCG-II-Programms möchten wir unsere progressive Beteiligung aus den letzten Jahren weiterführen und die Belange der Studierendenschaft in den Arbeitskreisen vertreten.

Wir werden zur Umsetzung dieser Punkte eng mit den zuständigen Gremien der Stadt und den kommunalen und sozialen Wohnungsbaubetrieben zusammenarbeiten. 

Wohnheime 

Die Wohnheime stellen eine kostengünstige Alternative zum freien Wohnungsmarkt dar. Je mehr Wohnheimplätze bestehen, desto einfacherer ist es für Studierende ein preiswertes Zuhause in Gießen zu finden, wodurch letztendlich auch der Preisdruck auf dem freien Wohnungsmarkt gesenkt wird. Darüber hinaus ist die Bereitstellung einer modernen Infrastruktur und Ausstattung der Wohnheime von zentraler Bedeutung für die Lebensqualität der Studierenden. In vielen Wohnheimen des Studentenwerks Gießen wird den Bewohner*innen jedoch keine angemessene Wohn- und Lernumgebung bereitgestellt. Wir fordern: 

  • Mindestens 1000 neue Wohnheimplätze.
  • Kostenloses Internet & WLAN in den Wohnheimen mit unbegrenztem Datenvolumen. 
  • Modernisierung der Wohnheime. 
  • Mehr kulturelle Angebote in den Wohnheimen zur Stärkung des sozialen Miteinanders und interkulturellen Austauschs. 
  • Die Einführung von Mitbestimmung der Mieter*innen und ihre Einbindung in die Gestaltung der Wohnheime.
  • Novellierung des Wohnheimtutorenprogramms (WoTuPro) im Sinne der Bedürfnisse der Bewohner*innen.
  • Die Reduzierung der Umzugspauschale innerhalb desselben Wohnheims.
  • Die Einführung eines Vorrechts von Bestandsmieter*innen auf die Zimmervergabe in Wohnheimneubauten.
  • Transparente Wartelistenplatzierung von Studierenden für Wohnheime und die Bekanntgabe der Platzierung. Es müssen klare Vergaberichtlinien erstellt werden.

 

  1. Nachhaltigkeit

Umweltschutz beginnt schon im Kleinen und betrifft uns alle. Wir alle möchten in einer wohlbehaltenen Umwelt leben und diese für nachfolgende Generationen erhalten. An der JLU besteht dahingehend akuter Handlungsbedarf. Wir setzen uns konsequent für die Umsetzung neuer Maßnahmen ein und solidarisieren uns mit den Fridays for Future Protesten. Wir erwarten von der Universität mehr Engagement in Fragen der Nachhaltigkeit und Ökologie. Mit dem bereits eingeführten Abfallentsorgungskonzept ist ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt. Dennoch gibt es noch viel zu tun. Zu unseren Forderungen für die kommende Legislaturperiode gehören unter anderem: 

  • Mehr und bessere Möglichkeiten zur Mülltrennung auf dem Universitätsgelände
  • Die weitere Reduktion von Plastikverpackungen im Universitätsbetrieb
  • Etablierung eines Mehrwegbecherpfandsystems
  • Alle Drucker an der Universität sollen mit Recycling-Papier ausgestattet werden
  • Die Universität muss ihre Flächen nutzen, um den Einsatz regenerativer Energien voranzutreiben. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld, das in der Lehre besser aufgehoben ist.
  • Begrünung von Dächern und Fassaden

Eine Begrünung der Flachdächer und geeigneter Fassaden würde nicht nur ein angenehmeres Umfeld zum Studieren schaffen, sondern auch zu einer Verbesserung des Mikroklimas, des sommerlichen Wärmeschutzes, der Wärme- und Schalldämmung und der Artenvielfalt beitragen.

  • Anlage von Wildblumenwiesen an geeigneten Standorten 

 Wie die Begrünung der Dächer würden auch Wildblumenwiesen nicht nur eine Verschönerung des Campus bedeuten, sondern auch wichtige Beiträge zu Artenvielfalt und Schaffung von Ökosystemen leisten.  

  • Ausweitung der Wasserspender für Trinkflaschen

Wir wollen sicherstellen, dass es auf jedem Campus zentrale Stellen zum kostenlosen und hygienischen Bezug von Trinkwasser gibt.

Für uns alle gilt: Umweltschutz fängt häufig im Kleinen an, wir müssen hier vor Ort wirksam werden und effektiv die Umwelt schonen.

  1. Studium und Lehre

Studienordnungen sollen dem Studieren dienen 

Der momentane Ordnungs-Dschungel erschwert jedoch das Studium vieler Studierender und schafft unnötigen Mehraufwand. Wir arbeiten deshalb an einer fachbereichsübergreifenden Vereinheitlichung der Ordnungen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden. 

Anzahl der Prüfungsversuchen erhöhen

Vor allem Lehramtsstudierende kennen das Problem – in der gleichen Veranstaltung dürfen manche Studierende die Prüfung seltener wiederholen als andere. Wir finden, dass nicht zwischen Studierenden unterschieden werden darf! Allen Studierenden steht die gleiche Anzahl an Prüfungsversuchen zu. Wir fordern außerdem, dass diese generell erhöht wird. 

Anwesenheitsregelungen abschaffen

Die JLU ist eine Präsenzuniversität. Anwesenheitsregelungen unterstellen den Studierenden aber, kein Interesse an Lehre zu haben. Wir sehen das anders! Bevormundung von Studierenden und Verschulung der Universität sind keine Lösung. Gute Lehre bedeutet auch, selbst bestimmt zu lernen! Deshalb müssen Anwesenheitsregelungen abgeschafft werden. 

Anmeldepflichten abschaffen

 
Die Anmeldepflicht für Klausuren ist unnötiger Aufwand und zusätzlicher Stress – was zählt, ist die Klausur zu schreiben! Wer zur Prüfung erscheint, ist angemeldet. Im Krankheitsfall spart man sich dafür den nervigen und kostenintensiven Papierkram. 

Regelstudienzeit abschaffen

Auch eine künstlich festgelegte Regelstudienzeit schränkt die Selbstbestimmung im Studium ein! Zum Studium gehört mehr, als nur die vorgeschriebenen Veranstaltungen zu besuchen. Eine eng gelegte Regelstudienzeit benachteiligt jene, die sich weiterbilden oder neben dem Studium engagieren möchten sowie diejenigen, die ihr Studium selbst finanzieren müssen. 

Jedes Modul in jedem Semester

Jetzt ein vollgepackter Stundenplan und im nächsten Semester gähnende Leere – zu einem selbstbestimmten Studium gehört die freie Auswahl von Modulen! Daher fordern wir, dass alle Module grundsätzlich in Winter- und Sommersemester angeboten werden! 

Gute Lehre evaluieren und belohnen 

Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden funktioniert auch anders rum: Alle Veranstaltungen sollen evaluiert und besonders gute Ergebnisse honoriert werden. Gute Lehre muss sich lohnen! 

Master für alle 

Wir wollen weiterhin das Recht auf einen Masterplatz im hessischen Hochschulgesetz verankern. 

Das Ehrenamt honorieren und fördern

  Inhaber*innen eines Ehrenamtes müssen in ihrem Studium konkrete Vorteile erhalten. Das Engagement muss anerkannt und unterstützt werden, sowohl im zeitlichen Rahmen, als auch in den formalen Vorrausetzungen. 

Zentraler Raumfinder

 Überfüllte Räume und zu wenige Stühle etc. beeinträchtigen maßgeblich die Qualität des Studiums. Um diesem strukturellen Problem entgegenzuwirken, fordern wir einen digitalen Raumfinder, welcher die Funktion bietet, dass unbesetzte Räume von der Studierenden sinnvoll genutzt werden können. 

Fachschaften

Die Fachschaften kennen die spezifischen Probleme und Bedürfnisse der Fachbereiche und Studierenden vor Ort. Wir unterstützen daher ihre Arbeit – nur mit ihnen kann es eine starke studentische Interessenvertretung geben, die in der Lage ist, allen Studierenden zu helfen und sich für diese einzusetzen. Wir wollen die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen AStA und Fachschaften weiter stärken.  

 

  1. Soziales und Familie

Die sozialen Belange der Studierenden gehören zu unseren Kernanliegen. Soziale Gerechtigkeit bedeutet, allen Studierenden die gleichen Möglichkeiten zu geben, gleiche Studienbedingungen für alle zu schaffen und gegebenenfalls auch nachzuhelfen. Wir fordern einen Aktionsplan zur Schaffung einer barrierefreien Hochschule. Inklusion darf nicht an den alten Gemäuern scheitern. 

Familie:  

Die Vereinbarung von Familie und Studium stellt vor allem für Studierende mit Kindern ein Problem dar. Um auch ihnen das Studium zu ermöglichen wurde bereits die JLU interne KiTa Die Kobolde e.V. eingerichtet.  

Wir werden uns weiterhin für finanzielle Unterstützung und den Ausbau der Universitätskindertagesstätte einsetzen. Daher fordern wir eine Erhöhung der Betreuungsplätze, um mehr studierenden Eltern die Möglichkeit der Unterbringung ihrer Kinder in der KiTa zu bieten.

Ebenso ist es für Studierende mit Kind nicht immer möglich, die Veranstaltungen im Rahmen des Verlaufsplanes ihres Studiengangs einzuhalten. Daher fordern wir eine Entzerrung der Verlaufs- und Stundenpläne für Studierende mit Kind und anderen Studierenden, welche aufgrund von familiären Verpflichtungen (beispielsweise der Pflege Angehöriger) nicht immer in der Uni anwesend sein können.  

Wir fordern eine Verringerung der Präsenzpflichten und vermehrte Aufzeichnungen der Vorlesungen, um auch diesen Studierenden die Möglichkeit zu geben, die Inhalte der Veranstaltungen nachzuarbeiten. 

Solifonds:

2008 haben wir einen Solifonds für unschuldig in Not geratene Studierende geschaffen. Durch diesen ist es für betroffene Studierende trotz finanziellen Notlagen möglich, ihr Studium weiterführen zu können.  Wir wollen die Förderungsreichweite des Solifonds ausbauen, um somit mehr Studierende mithilfe des Solifonds fördern zu können. 

BaFöG

Der Großteil der Studierenden der JLU ist auf BaFöG angewiesen, um ihr Studium zu finanzieren. Die aktuellen Regelungen zum Studiennachweis führen jedoch dazu, dass Studierende vom BaFöG ausgeschlossen werden, da sie die erforderlichen Nachweise nicht innerhalb der Regelstudienzeit erbringen können. Der Umfang der Nachweise unterscheidet sich zwischen den Fachbereichen. Daher fordern wir einen flexibleren Zeitrahmen und einheitliche Nachweise für die gesamte JLU Studierendenschaft. Der Bezug des BaFöG darf nicht an den Rahmenbedingungen des Studiengangs scheitern. Zusätzlich fordert die Juso-HSG die Ausweitung der Förderung durch die Bundesregierung.   

 

  1. Studierendenhaus

Die Schaffung selbstverwalteter kultureller Freiräume ist uns ein großes Anliegen. Die Studierendenschaft stellt in Gießen einen Großteil der Stadtbevölkerung, umso wichtiger ist es daher, mit den anderen Teilen der Bevölkerung den Austausch zu suchen. Ein Studihaus würde Studierenden diese Möglichkeit bieten. Dort könnten vielfältige Workshops, Vorträge, Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Dabei soll das Studihaus Studierenden einen kreativen Raum geben, sich kulturell weiterzuentwickeln und ausprobieren zu können. Außerdem möchten wir in unser gemeinsames Studihaus auch permanent zur Verfügung stehenden Notwohnraum integrieren, der vor allem zum Semesterstart viele wohnungssuchende Studierende entlasten würde. Wichtig ist uns auch, dass ein Studihaus nicht ausschließlich den Studierenden vorbehalten bleibt. Alle Interessierten der Gießener Gesellschaft und Gemeinschaft sollen die Möglichkeit haben, am kulturellen Austausch im Studihaus teilzuhaben.

 

  1. Kultur

 Der Zugang zu kulturellen Angeboten zählt für uns zu den Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Denn Studieren ist mehr als nur Lernen. Es bedeutet auch, Teil einer Gemeinschaft und Gesellschaft zu sein, die durch Kultur geprägt ist. Kulturelle Projekte sind für uns sehr wichtig und werden wie in der Vergangenheit von uns gefördert. Das Angebot an kulturellen Möglichkeiten für die Studierenden soll weiter ergänzt werden. Eines unserer Ziele ist es, Kulturschaffende in unserer Region zu vernetzen, von der Garagenband bis zum Stadttheater.  

Die daraus resultierende enge Zusammenarbeit mit dem Stadttheater ist ein wichtiger Schritt, die Kulturarbeit in Gießen zwischen Universität, Studierenden und Stadt zu stärken. Wir haben das Theaterticket für das SoSe 2014 eingeführt und sprechen uns klar dafür aus, diese erfolgreiche Kooperation weiterzuführen. Mit diesem Ticket können die Studierenden Vorstellungen des Stadttheaters Gießen im Großen Haus und in der taT-studiobühne kostenlos besuchen. Drei Tage vor Vorstellungsbeginn können die Studierenden Freikarten beantragen, solange der Vorrat reicht. Ausgenommen von dieser kostenfreien Möglichkeit das Theater zu besuchen sind Sonderveranstaltungen. Auch die Zusammenarbeit mit dem lokalen Basketball-Bundesligisten „Gießen 46ers“ soll bestehen bleiben. Für jeden Heimspieltag können Studierende eine Stehkarte inklusive Freigetränk für 10 Euro erwerben – einfach so, ohne einen höheren Semesterbeitrag. Wir haben das Ticket für Euch ausgehandelt – kommt im AStA vorbei und holt es euch ab! 

Die in den vergangenen Jahren veranstaltete AStA-Party hat mittlerweile Kultstatus unter den Studierenden erreicht. Leider muss auf der Grundlage des fortbestehenden Umbaus des Audimax ein neues Konzept umgesetzt werden. Zu Beginn dieses SoSes hat die erste AStA-Party mit unserem neuen Konzept stattgefunden. Auch dabei lag unseren Referent*innen die Förderung von Musiker*innen, Bands, DJs und Künstler*innen aus der Region Gießen am Herzen. Nach dem erfolgreichen Audimax-Umbau soll das alte Konzept wieder aufgenommen werden und der Kultstatus weiter gefördert werden. Außerdem wollen wir Projekte im Rahmen der demokratischen Kultur aktiv unterstützen. 

 

  1. Arbeit und Studium

Viele Studierende arbeiten neben ihrem Studium, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Sie sind entweder auf dem freien Arbeitsmarkt oder als studentische Hilfskräfte beschäftigt. Jedoch sind sich nicht alle ihrer Arbeitnehmer*innenrechte bewusst. Dies hat zur Folge, dass Urlaubszeit-, Überstunden und Krankheitsregelungen von Arbeitgeber*innen oft missachtet werden und arbeitstätige Studierende dadurch benachteiligt und finanziell ausgebeutet werden. 

Deshalb werden wir in der kommenden Legislatur prüfen, ob wir die rechtliche Beratung durch ein „students at work“ – Büro erweitern können. Dieses soll in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) etabliert werden und Studierende über ihre Rechte als Arbeitnehmer*innen aufklären.  

 

  1. Studentische Hilfskräfte

Die Situation der studentischen Hilfskräfte spielt für uns eine wesentliche Rolle. Deshalb setzen wir uns für eine flächendeckende Mindestvergütung von 10 € / Stunde ein. Die Universität hat den Lohn im Jahr 2017 auf 9,45 € erhöht. Dafür hat sie im Gegenzug die Jahressonderzahlungen gestrichen. Statt Kompromissen im Cent-Bereich sollte die Universität aber klar zeigen, dass auch unsere Arbeit wertvoll ist. Deshalb fordern wir die Einführung eines Tarifvertrags für studentische Hilfskräfte und deren Einbezug in das hessische Personalvertretungsgesetz. 

Wenn wir junge Leute im Wissenschaftssystem halten wollen, müssen die Arbeitsbedingungen auch attraktiv sein. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, haben wir für die AStA-Helfer*innen einen Lohn von 10 € / Stunde durchgesetzt. 

Außerdem fordern wir die Einführung einer anonymen Meldestelle für studentische Hilfskräfte bei Verstößen gegen arbeitsrechtliche Vorschriften sowie die Etablierung eines Personalrates für studentische Hilfskräfte. Die Meldestelle soll an das neu geschaffene students at work-Büro angegliedert werden.

 

  1. Gewerkschaften

Gewerkschaften leisten einen elementaren Anteil am Erhalt von Arbeitnehmer*innenrechten. Studierende sind (zum größten Teil) die Arbeitnehmer*innen von morgen. Deshalb ist es wichtig, Studierende für gewerkschaftliche Themen zu sensibilisieren. Wir sind der Überzeugung, dass ein hoher Anteil von Studierenden in den Gewerkschaften zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen der zukünftigen Arbeitnehmer*innen führt. Die Juso-Hochschulgruppe versucht beständig die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften zu stärken und die bestehende Kooperation weiter auszubauen. Wir wollen gewerkschaftliche Inhalte auch in der Lehre verankern. 

Wir fordern: 

  • Die Einrichtung einer sozial- und arbeitsrechtlichen Beratungsstelle (Büro für Studium & Arbeit) in Kooperation mit dem DGB. 
  • Gewerkschaftliche Workshops zu dem Themenkomplexen Gehalt, Steuern und betriebliche Mitbestimmung.

 

  1. Internationalisierung

 Kultureller Austausch

Der kulturelle Austausch und die internationale Vernetzung werden immer wichtiger. Heutzutage kann eine Arbeitsstelle überall auf der Welt angenommen werden. Es gilt Austauschmöglichkeiten wie Erasmus etc. zu fördern, zu sensibilisieren und den Studierenden die vielseitigen Möglichkeiten in ihrem Studium aufzuzeigen.

Neben möglichen Berufskontakten, Sprachen, Kultur und Freundschaften sowie Selbstvertrauen stellen Auslandsaufenthalte gute Möglichkeiten dar, den eigenen Horizont zu erweitern. Wir fordern eine Intensivierung der Angebote.

Es wichtig, dass die Internationalisierung der Hochschule nicht nur zum Wohle des Hochschulrufes und auch nicht einseitig vollzogen wird.

Auslandsstudium

Zum einen haben es internationale Austauschstudierende in Gießen unnötig schwer. Nach wie vor sind viele wichtige Texte und Dokumente ausschließlich in der deutschen Sprache abrufbar, zum Beispiel die Mietverträge und Handreichungen der studentischen Wohnheime. Wir verstehen uns als Hochschulgruppe aller an der Justus-Liebig-Universität immatrikulierten Studierender – sowohl nationaler als auch internationaler Studierender. Daher fordern wir, dass alle wichtigen Dokumente sowohl online als auch offline in der englischen Sprache zur Verfügung gestellt werden.

Gerne möchten wir die Integration von Austauschstudierenden vereinfachen und uns in der kommenden Periode mit Veranstaltungen für internationale Studierende beteiligen. 

Auf der anderen Seite werden unsere Gießener Austauschstudierende in der Organisation ihrer Auslandssemester allein gelassen. Einige Fachbereiche haben eigenständige International Offices errichtet, um die Studierenden bei der Durchführung eines Auslandsstudiums zu unterstützen. Dies begrüßen wir sehr und fordern, dass alle Fachbereiche eigenständige International Offices errichten.

Leider haben einige außereuropäische Austauschabkommen nach wie vor keine angegliederten Stipendien. Wir sind uns der Finanzierungsschwierigkeiten bewusst und fordern, dass alle Austauschabkommen der Justus-Liebig-Universität mit Stipendien gefördert werden (PROMOS, ISAP etc.), um auch finanzschwachen Studierenden einen Austausch zu ermöglichen.

 

  1. Digitalisierung

Die Digitalisierung ist auch an unserer Universität noch nicht vollends angekommen. Sie muss viel intensiver vorangetrieben werden. Es gibt noch vieles für uns zu tun. Wir fordern insbesondere:  

  • Die Aufzeichnung aller Vorlesungen 
  • Die digitale Verfügbarmachung aller Vorlesungsinhalte wie Literatur und Vorlesungsfolien 
  • Leistungsnachweise jeglicher Art müssen auch online bezogen werden können. In der Medizin müssen auch die verschiedenen Scheine digital verwaltet werden können.
  • Die Bücherausleihe muss in allen Bibliotheken elektronisch erfolgen können.
  • Vereinheitlichung der Online-Angebote: Eine Plattform, alle Kompetenzen!

An der JLU gibt es mittlerweile eine ganze Fülle an Online- Plattformen wie Stud.IP, FlexNow, Ilias oder K-Med und fast jeder Studiengang (teilweise sogar jede Veranstaltung) nutzt diese anders. Mit diesem Chaos muss Schluss sein! Sowohl für die universitäre Verwaltung als auch für die Studierenden bedeutet dieser Zustand lediglich einen erhöhten Aufwand, bringt aber keinen Mehrwert.  

 

  1. Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

Für eine Antifaschistische und Diskriminierungsfreie Universität!

Als sozialistische, (queer-)feministische und antifaschistische Hochschulgruppe lehnen wir jedes rechte Gedankengut und dessen Verbreitung an der Uni ab. Die Neuen Rechten erstarken, Naziaufmärsche mehren sich und rassistische (Verbal-)Attacken werden langsam alltäglich. Deshalb kämpfen wir auch weiterhin gegen die in Gießen vertretenen rechten Burschenschaften und Studentenverbindungen und alle anderen Faschist*innen. Studierendenschaft und universitäre Gremien müssen hier gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sich aktiv einbringen, der Herausforderung einer interkulturellen Universität stellen und diese auch mit allen Mitteln verteidigen.

 

  1. Geflüchtete einbinden

Wir setzen uns für menschliche Bedingungen Geflüchteter inner- und außerhalb der Universität ein. Mit der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen stehen wir besonders in der Verantwortung. Wir müssen Geflüchteten den Zugang zu Universitäten erleichtern, wobei die Entbürokratisierung des Hochschulzugangs und der Abbau von Sprachbarrieren im Vordergrund stehen. Der Zugang zu Bildung und Sprache ist Grundlage für Integration und (politische) Teilhabe. Das Gasthörer*innen-Programm ist ein erster wichtiger Schritt, damit geflüchtete Menschen die Chance haben, sich weiterzubilden und zwar in dem Fach, das sie schon in ihrer Heimat studiert oder sogar abgeschlossen haben. 

 

  1. Freibad-Flatrate

Auch wenn wir sie bereits 2015 versprochen und direkt im Anschluss eingeführt haben: Noch immer gibt es Hochschulgruppen, die sich konsequent gegen die Freibadflatrate stellen. Nicht nur bei der Umfrage zur Einführung, sondern auch mit durchgehend über 20.000 Besuchen pro Sommer habt ihr deutlich gemacht, dass sie ein wichtiges und sinnvolles Add-On zum Studium ist. Letztes Jahr haben wir den Vertrag mit den Stadtwerken entfristet und damit die Fortführung für Euch gesichert. Deshalb könnt ihr weiterhin für 2 € pro Sommersemester sooft in alle Gießener Freibäder wie ihr wollt!

 

  1. Drittmittel

Das Einwerben von Drittmitteln funktioniert fast ausschließlich in der Forschung, jedoch kaum in der Lehre. Das Land treibt mit seiner Sparpolitik das Einwerben von Drittmitteln voran, sorgt im Gegenzug aber für einen Abbau der Vielfältigkeit der Wissenschaft und stellt Lehre bewusst hinten an. Dieser Zustand ist nicht tragbar. Die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Wissenschaft bedeutet auch, nicht von den Interessen der Drittmittelgeber abhängig zu sein.  

Wenn Wissenschaft sich kaufen lassen muss, liegt der Fehler im System. Die Schwerpunktsetzung der Themen muss durch demokratisch gelenkte Gremien gesteuert werden, nicht durch Konzerne, die naturgemäß ihre eigenen Interessen verfolgen.  

Wir fordern eine Hochschulfinanzierung, die dem Status der Bildung als Menschenrecht gerecht wird und Forschung nicht von den Interessen der Drittmittelgeber*innen abhängig macht.  

 

  1. Gleichstellung

Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass kein Mensch an der JLU aufgrund von Kriterien wie Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Familienstand, vorherrschender Stereotypen oder Vorurteilen benachteiligt oder diskriminiert wird. Für eine weltoffene und rassismusfreie Universität!

Daher fordern wir:

  • Eine 50% Geschlechterquote bei Professuren
  • Die Einbindung queerer und postkolonialer Inhalte in die Lehre aller Fachbereiche.
  • Die zusätzliche Einführung von geschlechterneutralen Toiletten.
  • Gendergerechte Sprache in allen Institutionen und Fachbereichen der JLU.
  • Die Einführung dezentraler Awarenessbauftragter, die Studierende bei sexistischen und diskriminierenden Vorfällen unterstützen.
  • Damen*hygieneartikel müssen auf allen Toiletten der JLU kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Wir sprechen uns ausdrücklich für die autonomen Referate QFFR und AB*ST*QR aus. Die Gleichstellung muss von allen Statusgruppen der JLU gemeinsam und ernsthaft vorangetrieben werden.

 

  1. Hochschulfinanzierung

Die Folgen mangelhafter Hochschulfinanzierung erleben wir an unserer Universität tagtäglich: Überfüllte Hörsäle und Seminarräume, überarbeitete Dozierende und Kämpfe um Jobs im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeitenden und studentischen Hilfskräfte.

Die geplante Abschaffung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Sie muss zeitnah umgesetzt werden. Den Universitäten müssen schnellstmöglich und unbürokratisch neue, nur für die Lehre bestimmte Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Wir fordern damit eine deutliche Anhebung der Grundfinanzierung, um ein breites Lehrangebot zu sichern, Stellenabbau zu verhindern und prekärer Beschäftigung im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Lehrkräften für besondere Aufgaben (LfbA) entgegenzuwirken.

Für uns ist klar: Gute Lehre und gute Arbeitsbedingungen für Dozierende sind zwei Seiten derselben Medaille. Daher muss die Universität als einer der größten Arbeitgeber Gießens auch ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.

 

  1. Infrastruktur

Einige Zweigbibliotheken arbeiten im Jahr 2018 noch immer mit Karteikarten und anderen veralteten Systemen, die den Studierenden unnötig den Alltag erschweren. Wir fordern daher alle Bibliotheken mit einem zeitgemäßen digitalen Ausleihsystem auszustatten. Weiterhin setzen wir uns dafür ein alle Zweigbibliotheken in den Prüfungsphasen auch am Wochenende zu öffnen, damit für alle Studiengänge gleiche Bedingungen gelten.

Arbeitsplätze innerhalb der Bibliotheken sollen grundsätzlich mit Steckdosen ausgestattet werden. Um den allgemeinen Mangel an Arbeitsplätzen am Campus auszugleichen werden wir uns dafür einsetzen, dass in Klausurenphasen Seminarräume zum Lernen offenstehen und man diese mittels transparentem Plan ohne Probleme finden kann.

 

  1. Paketstationen 

Studierende sollten tagsüber so die Vorstellung an der Uni sein. Das für die Vorlesung relevante Buch wird aber auch tagsüber geliefert ebenso wie alle anderen Bestellungen. Damit Studierende nicht zwischen dem Besuch der Uni oder dem Empfang ihres Pakets wählen müssen, fordern wir kostenlose Paketannahmestationen an allen Campusbereichen.

 

  1. Campusshops

Wer morgens etwas auf dem Weg zur Uni vergisst oder kurzfristig braucht, hat an jedem Campus ein Problem, denn nirgendwo ist eine schnell erreichbare Einkaufsmöglichkeit gegeben. Wir fordern daher an jedem Campus einen „Campusshop“ – sei es als Automat oder als Lösung in Kooperation mit dem Studentenwerk, sodass Collegeblöcke, Stifte, Briefumschläge, Heftstreifen, USB-Sticks, Taschenrechner und alles andere was für das Studium gebraucht wird, auch am Campus erhältlich ist.

 

  1. Mensa

 Die Mensen sind wichtige Aufenthaltsorte für uns Studierende an der Uni. Hier treffen wir uns regelmäßig und können abseits von zuhause günstig essen. Wir setzen uns daher weiterhin für preiswertes Essen in den Mensen und Cafeterien ein. Außerdem fordern wir:

  • Ein Frühstücksangebot für Seit dem Umbau der großen Mensa in der Otto- Behaghel-Straße, ist das Angebot hier deutlich kleiner geworden. Wir brauchen ein anständiges Frühstücksangebot in der Mensa, damit für alle etwas dabei ist! Außerdem fordern wir an allen Campus Automaten mit kleinem Essensangebot, wie Sandwiches, die auch dann zu Verfügung stehen, wenn die Mensen geschlossen sind.
  • Die Menge der Beilagengröße sollte in allen Mensen frei wählbar
  • Das vegetarische, vegane und regionale Essensangebot muss deutlich ausgebaut Außerdem fordern wir weniger Fleisch aus Massentierhaltung.
  • In der Mittagszeit (12-13 Uhr) sollten die Plätze, besonders in den kleinen Mensen, denjenigen, die essen, vorbehalten
  • Das Pommes-Gewürz sollte an allen Aufgängen und in allen Mensen verfügbar sein!!!!!!!!!!!!
  • Ein kleines Essensangebot am Sonntag in der großen Mensa in der Otto-Behaghel-Straße, um allen, die in der Bibliothek lernen, ein günstiges Mittagessen zu ermöglichen.
  • Einen Mensaneubau am NaWi-Campus mit mindestens 1000 Sitzplätzen, sowie ein Essensangebot am In der Zweigmensa am Juridicum gibt es ebenfalls nicht genügend Sitzplätze.
  • Es muss an allen Mensen bargeldlose Auflademöglichkeiten für die Chipkarte geben.

 

  1. Mehr Demokratie wagen

Wir fordern eine Neuordnung der universitären Gremien. Wir Studierende (und auch die Gruppe der Mitarbeiter*innen) sind zahlenmäßig die größten Gruppen der Universität, dies muss sich in den Gremien der universitären Selbstverwaltung (zum Beispiel im Senat und den Fachbereichsräten) widerspiegeln. Statt wie bisher nur drei Sitze für studentische Mitglieder fordern wir eine paritätische Besetzung. Mitarbeitende, Professor*innen und Studierende sollten die gleiche Anzahl an Sitzen erhalten, um strukturelle Ungerechtigkeiten abzuschaffen und zu gewährleisten, dass die Interessen aller Mitglieder der Universität berücksichtigt werden. Wer Partizipation fördern möchte, muss Gestaltungsspielräume eröffnen.

 

  1. Landesstudierendenvertretung

 Anders als Schüler*innen haben wir auf Landesebene keine offizielle Vertretung für Studierende – alle ASten müssen sich immer neu koordinieren, was oftmals nicht hinreichend funktioniert.

Daher setzen wir uns für die Verankerung einer Landesstudierendenvertretung im Hessischen Hochschulgesetz ein, durch die unsere Interessen gegenüber der Landesregierung vertreten werden.

 

  1. Zivilklausel

Wir setzen uns für eine Universität ein, die den Frieden fördert. Deshalb sehen wir insbesondere Drittmittel, die aus militärischen Einrichtungen stammen, sehr kritisch. Ein rein symbolisches Verbot militärischer Forschung würde uns aber nicht weit genug gehen. Deshalb haben wir die Ständige Kommission zu sicherheitsrelevanter Forschung als Instrument der universitären Selbstregulierung initiiert, die mit Studierenden und Lehrenden besetzt ist. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Kommission ihre Aufgaben in vollem Umfang wahrnehmen kann und auch wahrnimmt. Deshalb braucht sie einen größeren Handlungsspielraum. Innerhalb der Universität muss entschiedener über sicherheitsrelevante Forschung diskutiert werden, deshalb wollen wir, dass sich die betroffenen Fachbereiche intensiver mit dem Thema auseinandersetzen.

 

  1. Heureka – Mitbestimmung für die Nutzer*innen

Die Neugestaltung der Gelände des Phil I, des Phil II und der Rathenaustraße im Rahmen des Heureka

Projekts hat bereits begonnen. Damit der neue Campus den Studierenden zu Gute kommt und nicht an den falschen Punkten gespart wird, fordern wir weiterhin eine starke demokratische Einbindung der Studierendenschaft in die Modernisierungsprozesse.

Um zu gewährleisten, dass die Studierenden auch für die Übergangsphase ihre Veranstaltungen schnellstmöglich erreichen, haben wir mit der Uni zusammen zusätzlich ein Fahrradleihsystem eingeführt, welches den Studierenden schon bald bis zu 300 ausleihbare Fahrräder zu Verfügung stellt, die einen schnellen und umweltschonenden Wechsel zu einem anderen Campus erleichtern.

 

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