Unser Wahlprogramm für die Wahlen zum 56. Studierendenparlament 2017

Unser Wahlprogramm für die kommenden Wahlen zum 56. Studierendenparlament 2017 könnt ihr hier als PDF-Datei mit Inhaltsverzeichnis downloaden.

 

Wahlprogramm für die Wahlen zum 56. Studierendenparlament 2017:

 

VG Wort: Studieren im 21. Jahrhundert – nicht wie in den 80ern / Freier Zugang zu Lehrmitteln!

 Studienrelevante Literatur muss für alle Studierenden frei zugänglich und kostenlos sein!

Die Auseinandersetzung mit originalen Texten und Bildern gehört zu jedem Studiengang dazu und ist Teil des wissenschaftlichen Arbeitens. Studierende sind in der heutigen Zeit oft darauf angewiesen, online auf Literatur zurückgreifen zu können.

Dabei ist klar: Autor*innen müssen für ihre Werke angemessen entlohnt werden. Der neue Rahmenvertrag der VG Wort ist jedoch deutschlandweit für keine Hochschule annehmbar. Es ist wichtig, dass die Hochschulen und die VG Wort sich auf eine umsetzbare und faire Lösung einigen.

Studierende sollen studieren können und nicht kopieren müssen!

Sollte es nötig sein, werden wir uns im AStA dafür einsetzen, dass wir gemeinsam mit den Fachschaften, Dozent*innen und Professor*innen der Universität ein klares Zeichen gegen diese unpraktikable Regelung setzen.

Freibad-Flatrate

2015 haben wir sie versprochen, Anfang des letzten Wintersemesters habt ihr darüber abgestimmt, im Sommersemester 2016 war sie dann da: Die Freibad-Flatrate. Für nur 2 € pro Sommersemester könnt ihr so oft in alle Gießener Freibäder wie ihr wollt. Mit fast 24.000 Eintritten wurde das Angebot im letzten Semester überragend gut angenommen. Wir werden daher daran festhalten – für 2017 wurde der Vertrag schon verlängert.

Lehre statt Leere!

Eine Universität dient wissenschaftlicher Forschung und Ausbildung!

Die qualitativ hochwertige Ausbildung von Studierenden ist elementarer Teil einer zukunftsorientierten Universität.

Daher werden wir uns auf allen Ebenen dafür einsetzen, universitäre Lehre zu stärken und den Lebensalltag von Studierenden sowie Lehrenden zu verbessern.

Konkret fordern wir:

  • Ordnungen sollen dem Studieren dienen! Der momentane Ordnungs-Dschungel erschwert jedoch das Studium vieler Studierender und schafft unnötigen Mehraufwand. Wir arbeiten deshalb an einer fachbereichsübergreifenden Vereinheitlichung der Ordnungen, um unnötige Bürokratie zu vermeiden.
  • Anzahl von Prüfungsversuchen
  • Vor allem Lehramtsstudierende kennen das Problem – in der gleichen Veranstaltung dürfen manche Studierende die Prüfung seltener wiederholen als andere. Wir finden, dass nicht zwischen Studierenden unterschieden werden darf! Allen Studierenden steht die gleiche Anzahl an Prüfungsversuchen zu. Zudem muss diese generell erhöht werden.
  • Anwesenheitsregelungen abschaffen! Die JLU ist eine Präsenzuniversität. Anwesenheitsregelungen unterstellen den Studierenden aber, kein Interesse an Lehre zu haben. Wir sehen das anders! Bevormundung von Studierenden und Verschulung der Universität sind keine Lösung. Gute Lehre bedeutet auch, selbstbestimmt zu lernen! Deshalb müssen Anwesenheitsregelungen abgeschafft werden.
  • Die Anmeldepflicht für Klausuren ist unnötiger Aufwand und zusätzlicher Stress –  was zählt, ist die Klausur zu schreiben! Wer zur Prüfung erscheint, ist angemeldet.  Im Krankheitsfall spart man sich dafür den nervigen und kostenintensiven Papierkram.
  • Regelstudienzeit abschaffen! Auch eine künstlich festgelegte Regelstudienzeit schränkt die Selbstbestimmung im Studium ein! Zum Studium gehört mehr, als nur die vorgeschriebenen Veranstaltungen zu besuchen. Eine eng gelegte Regelstudienzeit benachteiligt jene, die sich weiterbilden oder neben dem Studium engagieren möchten sowie diejenigen, die ihr Studium selbst finanzieren müssen.
  • Jedes Modul in jedem Semester! Jetzt ein vollgepackter Stundenplan und im nächsten Semester gähnende Leere – zu einem selbstbestimmten Studium gehört die freie Auswahl von Modulen! Daher fordern wir, dass alle Module grundsätzlich in Winter- und Sommersemester angeboten werden!
  • Gute Lehre evaluieren und belohnen! Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden funktioniert auch anders rum: Alle Veranstaltungen sollen evaluiert und besonders gute Ergebnisse honoriert werden. Gute Lehre muss sich lohnen!
  • Master für alle! Wir wollen weiterhin das Recht auf einen Masterplatz im hessischen Hochschulgesetz verankern.


Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

Als sozialistische, (queer-)feministische und antifaschistische Hochschulgruppe lehnen wir jedwede Form rechten Gedankenguts an der Uni ab. Mit einer erstarkenden Neuen Rechten gehört hierzu insbesondere der Kampf gegen die in Gießen vertretenen rechten Burschenschaften und Studentenverbindungen und alle anderen Faschisten.

Es ist an dieser Stelle essentiell, dass Studierendenschaft und universitäre Gremien gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehmen, sich aktiv einbringen und der Herausforderung einer interkulturellen Universität stellen.

Gerade mit der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen stehen wir hier besonders in der Verantwortung. Wir müssen Geflüchteten den Zugang zu Universitäten erleichtern, wobei die Entbürokratisierung des Hochschulzugangs und der Abbau von Sprachbarrieren im Vordergrund stehen. Der Zugang zu Bildung und Sprache ist Grundlage für Integration und (politische) Partizipation.

Mit der Einrichtung eines Buddyprogramms für geflüchtete Akademiker*innen haben wir hier einen ersten Schritt getan. Wir wollen das Angebot weiter bewerben und ausbauen. Darüber hinaus setzen wir uns für menschliche Bedingungen für Geflüchtete inner- und außerhalb der Universität ein.

 

Gewerkschaften an die Universität

Eine wichtige Aufgabe sehen wir darin, Studierende mit gewerkschaftlichen Themen zu sensibilisieren, da diese die Arbeitnehmer*innen von morgen darstellen. Wir sind der Überzeugung, dass ein hoher Anteil von Studierenden in den Gewerkschaften zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen der zukünftigen Arbeitnehmer*innen führt. Die Juso-Hochschulgruppe macht sich dafür stark, die studentische Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften zu stärken und die bestehende Kooperation weiter auszubauen. Wir wollen gewerkschaftliche Inhalte auch in der Lehre verankern.

Weiterhin spielt für uns die Rolle von studentischen Hilfskräften eine wesentliche Rolle. Wir setzen uns für eine flächendeckende Mindestvergütung von 10 € / Stunde ein. Weiterhin wollen wir eine anonyme Meldestelle für studentische Hilfskräfte bei Verstoß gegen arbeitsrechtliche Vorschriften ins Leben rufen, um uns für deren Belange einzusetzen. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, werden wir auch für die AStA-Helfer*innen einen Lohn von 10 € / Stunde einführen.

Gleichstellung

Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass kein Mensch an der JLU aufgrund Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Familienstand, individueller Bedürfnisse oder vorherrschender Stereotype und Vorurteile benachteiligt oder diskriminiert wird. Daher fordern wir:

  • Eine 50%ige Geschlechterquote bei Professuren.
  • Die Einbindung queerer und postkolonialer Inhalte in die Lehre aller Fachbereiche.
  • Die zusätzliche Einführung von geschlechtsneutralen Toiletten.
  • Gendergerechte Sprache in allen Institutionen der JLU.
  • Die Einführung von dezentralen Awarenessbeauftragten, die Studierende bei sexistischen und diskriminierenden Vorfällen unterstützen.

Wir sprechen uns an dieser Stelle ausdrücklich für die autonomen Referate QFFR und ST*QR aus und möchten diese mit unserer Arbeit unterstützen. Einer diversen Gesellschaft Rechnung zu tragen ist nicht alleine Aufgabe der autonomen Referate, sondern muss von der Hochschule insgesamt getragen werden.

Hochschulfinanzierung

Die Folgen mangelhafter Hochschulfinanzierung erleben wir an unserer Universität tagtäglich: Überfüllte Hörsäle und Seminarräume, überarbeitete Dozierende und Kämpfe um Jobs im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeitenden und studentischen Hilfskräfte.

Wir fordern eine deutliche Anhebung der Grundfinanzierung, um ein breites Lehrangebot zu sichern, Stellenabbau zu verhindern und prekärer Beschäftigung im Bereich der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Lehrkräften für besondere Aufgaben (LfbA) entgegenzuwirken.

Für uns ist klar: Gute Lehre und gute Arbeitsbedingungen für Dozierende sind zwei Seiten derselben Medaille. Daher muss die Universität als einer der größten Arbeitgeber Gießens auch ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden, um gute Lehre zu sichern.

Verkehr

Die Juso-Hochschulgruppe spricht sich in aller Deutlichkeit für das Semesterticket in der jetzigen Form aus, weitere Erweiterungen werden wir im Sinne der Studierenden gründlich prüfen. Der Gebrauch von Fahrrädern und ÖPNV muss attraktiver werden. Daher müssen Fahrradwege ausgebaut und die öffentlichen Verkehrsmittel gestärkt werden.

Wir fordern:

  • Eine Expressbuslinie vom Bahnhof zur Rathenaustraße mit Halt an den Naturwissenschaften.
  • Dynamische Fahrgastinformationsanzeigen an Rathenaustraße und Universitätsbibliothek, die in Echtzeit über die Abfahrtszeiten der Busse informieren.
  • Eine gute Verbindung zur Uni auch am Wochenende. Deswegen muss die Buslinie 10 ununterbrochen fahren und der Unterhof besser angebunden werden.
  • Ununterbrochenen Busverkehr während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek in Richtung Berliner Platz und Bahnhof.
  • Die Bereitstellung von noch mehr (überdachten) Fahrradständern an den Campus, den Mensen und den Studierendenwohnheimen.
  • Wir fordern weiterhin ein IC-Ticket für alle JLU-Studierenden. Bisher haben wir von der Deutschen Bahn jedoch noch kein (angemessenes) Angebot erhalten. Wir bleiben trotzdem dran!

Drittmittel

Das Einwerben von Drittmitteln funktioniert nur für Forschung – jedoch kaum für Lehre. Das Land treibt mit seiner Sparpolitik zwar das Einwerben von Drittmitteln voran, sorgt im Gegenzug aber für einen Abbau in der Vielfältigkeit der Wissenschaft und lässt Lehre bewusst hinten anstehen. Dieser Zustand ist nicht tragbar. Die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Wissenschaft bedeutet auch, nicht von den Interessen der Drittmittelgeber abhängig zu sein. Wenn Wissenschaft sich kaufen lassen muss, liegt der Fehler im System.

Wir fordern eine Hochschulfinanzierung, die dem Status der Bildung als Menschenrecht gerecht wird und Forschung nicht von den Interessen der Drittmittelgeber abhängig macht.

Zivilklausel

Militärische Forschung lehnen wir entschieden ab. Wir setzen uns für eine den Frieden fördernde Universität ein. Insbesondere Drittmittel aus militärischen Einrichtungen sehen wir kritisch. Eine Zivilklausel, also das Verbot militärischer Forschung an der Uni mit lediglich symbolischen Charakter ohne praktischen Nutzen geht uns nicht weit genug – wir haben daher die Gründung einer Kommission initiiert, die sich mit sicherheitsrelevanter Forschung auseinandersetzt. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Kommission ihre vorgesehenen Aufgaben in voller Breite wahrnimmt. Innerhalb der Universität muss der Diskurs über sicherheitsrelevante Forschung angestoßen werden. In den verschiedenen Fachbereichen soll das Bewusstsein im Besonderen geweckt werden.

Wohnen

Wir setzen uns für ein bezahlbares, inklusives und sozial durchmischtes Wohnen ein. Alle Studierenden haben das Recht auf eine angemessene Bleibe in Gießen. Wir fordern:

  • Die flächendeckende Einführung von WLAN in allen Wohnheimen.
  • Genügend barrierefreie Wohnmöglichkeiten.
  • Einführung einer Mietermitbestimmung in den Wohnheimen.
  • Überprüfung der Umzugspauschale innerhalb des Studentenwerks.
  • Transparente Wartelistenplatzierung von Studierenden für Wohnheime und Bekanntgabe der Platzierung. Es müssen klare Vergaberichtlinien erstellt werden.
  • Die Entwicklung von preiswertem Wohnraum auf dem ehemaligen Motorpol-Gelände im oberen Teil der Grünberger Straße. Begleitend muss die Infrastruktur in dem Gebiet ausgebaut werden, sodass sowohl Einkaufmöglichkeiten als auch eine gute Busanbindung gegeben sind.
  • Im Rahmen des CCG II Programms möchten wir unsere progressive Beteiligung aus dem letzten Jahr weiterführen und die Belange der Studierendenschaft in den Arbeitskreisen vertreten.

Soziales

Auch die sozialen Belange der Studierenden werden schon lange durch uns vertreten. Gerechtigkeit bedeutet, allen Studierenden die gleichen Möglichkeiten zu geben – und gegebenenfalls nachzuhelfen. Wir fordern einen Aktionsplan zur Schaffung einer barrierefreien Hochschule. Inklusion darf nicht an den alten Gemäuern scheitern.

Schon 2008 haben wir einen Solifonds für unschuldig in Not geratene Studierende geschaffen. Wir wollen diesen beibehalten und weiterhin regelmäßig anpassen, um immer an den Bedürfnissen der Studierenden zu bleiben.

Lernen an der Universität!

Die Universität ist ein Ort des Lehrens und Lernens.

Um gut lernen zu können, müssen jedoch Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

Wir fordern daher:

  • Verlängerte Öffnungszeiten der Zweig- und Fachbibliotheken, gerade an Wochenenden!
  • Aufladestationen für die Kopierkarte auch an den kleinen Bibliotheken
  • Eine bessere Ausstattung der Bibliotheken.
  • Mehr Arbeitsräume für Studierende, vor allem bei der Planung der neuen Universitätsgebäude im Zuge des Heureka Projekts.
  • Die Entprivatisierung der Drucker, um lange Schlangen wegen einfacher Wartungsarbeiten zu vermeiden.
  • Genug Bücher für alle Studierenden – gerade im Bereich der grundlegenden Literatur für einzelne Studiengänge mangelt es oft stark.

 

Ebenfalls wichtig ist es, dass allen Studierenden die gleichen Mittel zum Lernen und Arbeiten zur Verfügung stehen. Daher wollen wir uns auch dafür einsetzen, dass Lizenzen für Software wie zum Beispiel Microsoft Office allen Studierenden zur privaten Nutzung bereitgestellt werden.

Mensa

Die Mensen sind die zentralen Verweilstätten des Campus. Hier treffen sich die Studierenden regelmäßig, häufig sind sie auch die günstigsten Essensmöglichkeiten abseits von Zuhause. Wir setzen uns daher weiterhin für preiswertes Essen in den Mensen und Cafeterien ein. Zudem fordern wir:

  • Die deutliche Erweiterung des regionalen, veganen und vegetarischen Essensangebots. Ebenso soll es Gerichte mit Fleisch von Tieren geben, die ein Leben abseits der Massentierhaltung hatten. Die geforderten Angebote sind zusätzlich zum bisherigen Angebot einzuführen.
  • Ein kleines Essensangebot am Sonntag in der Mensa in der Otto-Behaghel-Straße, um den Lernenden der Universitätsbibliothek ein günstiges Mittagessen zu ermöglichen.
  • Ein Frühstücksangebot für Studierende. Seit dem Umbau der Mensa in der Otto-Behaghel-Straße gibt es nur eine deutlich kleinere Frühstücksauswahl. Wir brauchen ein anständiges Frühstücksmenü und -angebot in der Mensa, damit für alle etwas dabei ist!
  • Einen Mensaneubau am NaWi-Campus mit mindestens 1000 Sitzplätzen, sowie ein Essensangebot am Kugelberg. Die Zweigmensa beim Juridicum bietet ebenfalls bei weitem nicht genügend Sitzplätze für alle Studierenden.
  • Die Chipkarte soll um eine bargeldlose Auflademöglichkeit ergänzt werden.

 

46ers

 

Die Juso-Hochschulgruppe hat in der letzten Legislaturperiode ein Angebot für Studierende mit dem Basketball-Bundeligisten „Gießen 46ers“ ausgehandelt. Für jeden Heimspieltag können Studierende eine Stehkarte inklusive Freigetränk für 10 Euro erwerben – einfach so, ohne einen höheren Semesterbeitrag. Wir haben das Ticket für Euch ausgehandelt – kommt im AStA vorbei und holt es ab! Dieses einmalige kulturelle Angebot möchten wir in der kommenden Legislaturperiode nicht nur beibehalten, sondern für euch ausbauen.

 

 

Packstationen an allen Campus

Studierende sollten tagsüber – so die Vorstellung an der Universität – an der Uni sein. Das für die Vorlesung relevante Buch wird aber auch tagsüber geliefert – ebenso wie alle anderen Bestellungen. Damit Studierende nicht in der Uni fehlen müssen um ein Paket entgegenzunehmen oder das Paket erst viel zu spät erhalten, fordern wir kostenlose Paketannahmestationen an allen Campus.

 

Campusshops

 

Wer morgens etwas auf dem Weg zur Uni vergisst oder kurzfristig braucht, hat an jedem Campus ein Problem, denn nirgendwo ist eine schnell erreichbare Einkaufsmöglichkeit gegeben. Wir fordern daher an jedem Campus einen „Campusshop“ – sei es als Automat oder kleiner Laden, der Collegeblöcke, Stifte, Briefumschläge, Heftstreifen, USB-Sticks, Taschenrechner und alles andere verkauft, was für das Studium gebraucht wird.

 

Kostenlose Wasserspender

 

Wir fordern die Aufstellung kostenloser Trinkwasserspender an allen Campus. Wasser ist ein Menschenrecht und sollte allen Studierenden kostenlos in guter Qualität zur Verfügung stehen.

 

Mehr Demokratie wagen

 

Wir fordern eine Neuordnung der universitären Gremien. Wir Studierende (und auch die Gruppe der Mitarbeiter*innen) sind zahlenmäßig die größten Gruppen der Universität, dies muss sich in den Gremien der universitären Selbstverwaltung widerspiegeln. Statt wie bisher nur 3 Sitze für studentische Mitglieder fordern wir eine paritätische Besetzung. Mitarbeitende, Professor*innen und Studierende sollten die gleiche Anzahl an Sitzen erhalten, um strukturelle Ungerechtigkeiten abzuschaffen und zu gewährleisten, dass die Interessen aller Mitglieder der Universität berücksichtigt werden. Wer Partizipation fördern möchte, muss Gestaltungsspielräume eröffnen.

 

Heureka – Mitbestimmung für die Nutzer

 

Im Rahmen des Heureka – Programms werden die Gelände des Phil I, des Phil II sowie die Rathenaustraße neugestaltet. Damit der neue Campus den Studierenden zu Gute kommt und nicht an den falschen Punkten gespart wird, fordern wir eine starke demokratische Einbindung der Studierendenschaft in die Modernisierungsprozesse.

 

Landesstudierendenvertretung

 

Anders als Schüler*innen haben wir auf Landesebene keine offizielle Vertretung der Studierenden – alle ASten müssen sich einzeln koordinieren, was oftmals nicht klappt.

Daher setzen wir uns für die Implementierung einer Landesstudierendenvertretung im Hessischen Hochschulgesetz ein, in der unsere Interessen gegenüber der Landesregierung vertreten werden.

 

Vereinheitlichung der Online-Angebote

 

Stud.IP, FlexNow, Ilias und K-Med – an der JLU gibt es mittlerweile eine ganze Fülle an Online-Plattformen.  Und fast jeder Studiengang (teilweise sogar jede Veranstaltung) nutzt diese anders. Mit diesem Chaos muss Schluss sein! Sowohl für die universitäre Verwaltung als auch für die Studierenden bedeutet dieser Zustand lediglich einen erhöhten Aufwand, bringt aber keinen Mehrwert.

Wir fordern eine Vereinheitlichung der Online-Angebote: Eine Plattform, alle Kompetenzen.

 

Fachschaften

 

Die Fachschaften kennen die spezifischen Probleme und Bedürfnisse der Fachbereiche und Studierenden vor Ort. Wir unterstützen daher ihre Arbeit – nur mit ihnen kann es eine starke studentische Interessenvertretung geben, die in der Lage ist, allen Studierenden zu helfen und sich für diese einzusetzen. Zu diesem Zweck soll die Arbeit zwischen AStA und Fachschaften weiter ausgebaut und intensiviert werden.

 

Ökologie

 

Wir fordern von der Universität mehr Engagement in Fragen der Ökologie und Nachhaltigkeit. Mit dem bereits eingeführten Abfallentsorgungskonzept ist ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt.  Dennoch gibt es noch mehr zu tun:

  • Alle Drucker der Universität müssen mit Recycling-Papier ausgestattet sein.
  • Es müssen mehr Möglichkeiten zur Mülltrennung auf dem Campus geschaffen werden.
  • Die Universität muss ihre Flächen nutzen, um den Einsatz von regenerativen Energien voranzutreiben. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld, das in der Lehre besser aufgehoben ist.

Umweltschutz fängt häufig im Kleinen an, wir können hier vor Ort wirksam werden und effektiv die Umwelt schonen.

 

Kultur

 

Studieren ist mehr als nur Lernen. Studieren bedeutet auch, Teil einer Gemeinschaft und Gesellschaft zu werden, die durch eine eigene Kultur geprägt ist.

Wir werden daher weiterhin kulturelle Projekte fördern und daran arbeiten, eine Plattform zu schaffen, die eine Vernetzung zwischen studentischen und städtischen Kulturschaffenden von der Garagenband bis zum Stadttheater ermöglicht. Außerdem wollen wir Projekte im Rahmen der demokratischen Kultur aktiv unterstützen und fördern.

Wir haben das Theaterticket eingeführt. Die daraus resultierende enge Zusammenarbeit mit dem Stadttheater ist ein wichtiger Schritt, die Kulturarbeit in Gießen zwischen Universität, Studierenden und Stadt zu stärken. Deshalb sprechen wir uns klar für eine Weiterführung des Theatertickets aus.

In den vergangenen Jahren haben wir das Konzept der AStA-Partys zu sehr erfolgreichen und in der Studierendenschaft bekannten Partys ausgebaut. Die Semesterstart-Party hat mittlerweile Kultstatus erreicht. Dabei liegt uns besonders die Förderung von Musiker*innen, Bands, DJs und Künstler*innen aus der Region Gießen am Herzen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.