Was alles so gewählt wird…

In jedem Wintersemester stehen die jährlichen studentischen Wahlen an, gewählt werden das Studierendenparlament (StuPa), die Fachschaftsräte (FSR) sowie der Senat und die Fachbereichsräte (FBR). Man unterscheidet dabei zwischen studentischer und universitärer Selbstverwaltung. Hier ein kleiner Überblick:

Die studentische Selbstverwaltung

Die Studentische Selbstverwaltung, auch Verfasste Studierendenschaft genannt, beschäftigt sich mit Themen und Problemen der Studierenden. Als Ihr Euch an der JLU eingeschrieben habt, seid Ihr automatisch Mitglied dieser Verfassten Studierendenschaft geworden. In Eurem Semesterbeitrag zahlt Ihr deshalb auch einen kleinen Betrag an die Studierendenschaft. Mit diesem Geld werden viele Leistungen und Angebote für Studierende ermöglicht, die ohne dieses Geld nicht realisierbar wären. Die studentische Selbstverwaltung besteht aus folgenden Organen:

  1. Das Studierendenparlament (StuPa)
    …ist das höchste Organ der Verfassten Studierendenschaft. In ihm sitzen 31 Mitglieder verschiedener hochschulpolitischer Gruppen, davon aktuell 11 Jusos. Jedes Jahr im Januar finden die Wahlen zum StuPa statt. Hier könnt Ihr entscheiden, wer ab dem jeweils kommenden Sommersemester Eure Interessen vertritt. Das Studierendenparlament wiederum wählt und kontrolliert den AStA.
  2. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA)
    …ist das ausführende Organ der Verfassten Studierendenschaft. Die Mitglieder des AStAs werden im Studierendenparlament vorgeschlagen und gewählt. Die ReferentInnen arbeiten dann in ganz unterschiedlichen Bereichen, aber alle für die Belange der Studierenden. Wir freuen uns immer über Fragen, Anregungen und Kritik. Außerdem bietet der AStA Serviceleistungen, wie z.B. kostenlose Bafög- und Rechtsberatung, Wohnungsvermittlung etc. und Hilfe bei vielen anderen Dingen an.
  3. Die Fachschaften
    … bestehen aus allen Studierenden eines Fachbereiches. Gewählte VertreterInnen werden Fachschaftsräte genannt. Sie vertreten die studentischen Interessen für Ihren Bereich. Außerdem veranstalten Fachschaften oftmals Feten, bieten Studienberatung, verkaufen Skripte, etc. Wenn man ein Problem hat, ist die jeweilige Fachschaft Eure erste Anlaufstelle, die man ansteuern sollte.

Die universitäre Selbstverwaltung

Die Universitäre Selbstverwaltung besteht ebenfalls aus verschiedenen Organen. In diesen Organen sitzen Professoren und Professorinnen (selten), wissenschaftliche und administrativ-technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende. Allerdings haben in allen Organen die ProfessorInnen per Gesetz eine absolute Mehrheit. Das heißt, dass die ProfessorInnen ohne Unterstützung aus den anderen Gruppen oder sogar gegen den Willen der anderen Gruppen Beschlüsse fällen oder unliebsame Anträge verhindern können. Die Universitäre Selbstverwaltung besteht aus folgenden Teilen:

  1. Das Präsidium
    …ist das oberste Gremium der JLU und kann so ziemlich alles alleine entscheiden. Das Präsidium kann z.B. Ausschüsse zu bestimmten Themen bilden, andere Gremien besetzen und Zielvereinbarungen mit den Fachbereichen der Universität und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst vereinbaren. Es besteht derzeit aus dem Präsidenten Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, den Vizepräsidenten Prof. Dr. Dorresteijn, Prof. Dr. Dr. Kämpfer, Prof. Dr. Winker,  sowie der Kanzlerin Susanne Kraus.
  2. Der Senat
    …ist eigentlich das höchste demokratisch legitimierte beschlusfassende Gremium. So jedenfalls war es mal gedacht. Zwar ist es bei wichtigen Entscheidungen (z.B. Berufung von Professoren, Entscheidungen über Studiengänge, Prüfungsordnungen und Entwicklungsplanung der Hochschule) beteiligt, die endgültige Entscheidungsbefugnis liegt nach den Novellierungen des Hessischen Hochschulgesetzes durch die CDU-Landesregierung in den vergangenen Jahren jedoch immer beim Präsidium.Im Senat sitzen 17 Mitglieder, davon 9 (!) VertreterInnen der ProfessorInnen, 3 wissenschaftliche MitarbeiterInnen, 2 administrativ-technische MitarbeiterInnen und nur 3 Studierende, davon für die Jusos Katarzyna Bandurka.
  3. Die Fachbereichsräte
    …sind ähnlich strukturiert wie der Senat und entscheiden über die Belange auf Fachbereichsebene.
  4. Der Hochschulrat
    …besteht aus sieben Mitgliedern und wird vom Präsidium bestellt. Vier Mitglieder kommen aus dem Bereich Wirtschaft & berufliche Praxis und drei aus dem Bereich Wissenschaft & Kunst. Der Hochschulrat legt den Umbau und die Weiterentwicklung der Hochschule fest – und ist überhaupt nicht demokratisch legitimiert. Das neue Hessische Hochschulgesetz von CDU und FDP hat dem Hochschulrat umfangreichere Entscheidungskompetenzen gegeben und damit den Senat weiter ein Stück entmachtet.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.